Polizei bald mit Elektromotoren unterwegs?
Als Polizist bin ich natürlich auch viel mit dem Auto unterwegs, muss zu Einsätzen oder auch mal Streife fahren oder mich im Auto zur Beobachtung Verdächtiger auf die Lauer legen. Das Auto ist sozusagen mein zweites Büro oder zweites Zuhause. Außer mit einem Streifenwagen bin ich mit Rex meist in meinem Diensthundeführerkraftwagen (Dhfkw) unterwegs. Das ist ein etwas älterer Kombi, mit dem wir schon viele Einsätze im Tagungshotel Hannover hinter uns haben. Demnächst sollen wir einen neuen Dhfkw bekommen, weil der gesamte Fuhrpark unserer Dienststelle erneuert werden soll. Dabei ist sogar im Gespräch, für die Patrouille in der Innenstadt und durch die Naturschutz- und Erholungsgebiete kleinere Elektroautos einzusetzen. Die sind zwar längst nicht so schnell, aber der Gleichstrommotor produziert keinerlei Abgase und ist auch so leise, dass weder geschützte Tierarten noch erholungssuchende Menschen dadurch des Nachts aus ihrem Schlaf gerissen werden.
Ob ein Elektroauto auch für die Verbrecherjagd eingesetzt werden kann wird gerade in einem Lüneburger Heide Hotel mit dem Opel Ampera getestet. Hier wird nicht nur geprüft und verglichen, wie leise man sich mit dem Elektromotor an einen Tatort anschleichen kann und wie schnell der Wagen unter Zuschaltung des Verbrennungsmotors beschleunigen kann, sondern auch, wie viel Geld sich so in den Landeskassen durch den neuen Hybridantrieb sparen lässt. Zunächst muss aber erst einmal in die neue Autotechnik investiert werden.
Für Rex und mich steht das aber erst einmal nicht zur Debatte, denn noch gibt es keinen Kombi als Elektroauto. Wahrscheinlich wird es wieder ein VW oder ein Opel Kombi, diesmal hoffentlich mit Klimaanlage. Dann brauchen wir auch nicht extra Faltrollos als Sonnenschutz für den Hund einbauen lassen, damit wir im Stau nicht vor die Hunde gehen.